Unsere nächste Mitgliederversammlung findet im Oktober 2020 statt. Hinterlasse uns eine Nachricht wenn du gerne dabei sein möchtest um uns besser kennenzulernen.
Was war unsere erste Aktion in Kenia?
Lese unten unseren Bericht über unsere erste clean-up Aktion in Lusigetti.
Wie sieht ein Recyclingworkshop eigentlich aus?
Unser erster Recyclingworkshop an einer Berufsschule war ein voller Erfolg. Die Schüler waren begeistert und sind sehr interessiert an Teil 2. Unten auf der Seite findest du einen detaillierten Bericht mit unseren Eindrücken
Welche Aktionen sind als nächstes geplant?
Aufgrund von Corona sind wir etwas eingeschränkt. Mit unserem kenianischen Team sind wir dabei eine Müllannahmestelle zueröffnen - wir hoffen wir können bald Neues davon berichten
unser erster clean-up in Lusigetti Kenia
Das war unsere erste Takataka Aktion in Kenia im Januar 2020! Das erste TakaTaka Projekt in Lusigetti (Kenia) bestand aus einem clean-up und der Verwertung des dabei gesammelten Mülls. Um einen Überblick zu bekommen, wie begeisterungsfähig die Leute in Lusigetti sind, haben wir eine Gruppe aus ca. 15 jungen Ortsansässigen zusammengetrommelt. Wir haben eine kleine Präsentation zur Vorstellung des Projekts und des Ziels vorbereitet.
Wir sind mit Zementsäcken, die zu Mülltüten umfunktioniert wurden
und selbstgebastelten Spießen losgezogen und haben reichlich Müll aufgesammelt.
Nach 1,5h waren die Säcke prall gefüllt und wir begutachteten unsere Beute.
Anschließend haben wir den Müll nach Hartplastik, Weichplastik, Restmüll, Plastikflaschen und Glas sortiert. Da der Müll oft sehr schmutzig war, haben wir am nächsten Tag die grob verschmutzen Abfälle gereinigt und trocknen lassen.
Danach machten wir uns daran die Flaschen mit dem Weichplastik zu stopfen,
und so wurde aus Müll ein sogenannter Ecobrick (Flaschen mit fest gepresstem Weichplastik). Wir haben uns zum ersten Mal daran versucht die Flaschen zu stopfen und haben unsere Techniken von Flasche zu Flasche verbessert.
Unsere nächste Aktion stand schon in Aussicht- ein ganzer Recycling/Upcycling Workshop an der Berfusschule in dem Karai Childrens Vocational Center. Dort fanden die gesammelten Materialien ihre neue Verwendung.
Unser Fazit nach dem ersten clean up - innerhalb der ersten 500 Meter waren unsere Säcke proppe voll. Unsere Kenianier waren schockiert wie viel Müll in kürzester Zeit zusammen kam. Besonders auffallend war für sie der hohe Anteil an Glasflaschen aus alkoholischem Gebrauch. Wir haben unglaublich viele Flaschen im Gebüsch gefunden und für uns war schnell klar das wir uns einen Glasschneider zulegen sollten. Auch die Bombonpapiere waren erschreckend viele und überzeugten unsere Kenianier davon, dass die Aufklärungsarbeit in den Schulen beginnen muss und jeder Einzelne etwas dazu beitragen kann.
Zu Beginn konnte sich unser Team schlecht vorstellen, das man gebrauchte Plastikflaschen mit Weichplastik stopfen kann um damit wieder etwas Neues herstellen zu können. Das Stopfen der Flaschen war dennoch sehr mühsam und zeigte uns das wir deutlich bessere Stöcke zum Stopfen brauchen. - Wir konnten unsere Helfer motiveren an unserem nächsten Recycling Tag teilzunehmen um die Ecobricks in etwas Nutzvolles zu verbauen.
Unserer clean-up-team bestand aus : 13 jungen Kenianiern, 2 Berufsschullehrer, Solanka Schäfer (Volunteer und takataka Mitglied), Anna Schott (Kassenwart) und Sarah Müller(takataka Mitglied)
Recycling/ Upcycling - Workshop
Ca. 4 Wochen nach unserem ersten clean-up fand unser erster Workshop an der Berufsschule Karai Childrens Vocational Center in Lusigetti statt. Wir ( Solanka und Sarah) haben den Workshop vorbereitet und waren ganz aufgeregt wie die ganze Berufsschule wohl unser Thema und die praktischen Projekte aufnehmen wird.
Wir begannen mit einer theoretischen Einführung in das Thema -Müll und Umweltschutz. Die Schüler sollten verschiedene Arten von Müll aufzählen, Gegenstände oder Materialien. Sie waren überrascht wie viele verschiedene Müllarten zusammen kamen und sie durften schätzen wie lange diese Materialien brauchen um zu verrotten. Die Augen wurden immer größer als sie hörten, dass Plastik bis zu 500 Jahren brauchen kann und Glasflaschen bis zu einer Million Jahre. Jetzt hatten wir hatten das Interesse und die Aufmerksamkeit der jungen angehenden Handwerker. Wir gingen über zum Thema Müllverbrennung und klärten auf wie schädlich es für jeden einzelnen ist Plastik direkt im Garten zu verbrennen. Zusätzlich erzählten wir ihnen über die Auswirkungen auf die Umwelt. Ein ganz logisches Beispiel, war hierzu die Kuh oder der Fisch, der den Müll frisst.
Jetzt ging es daran Alternativen aufzuzeigen wie Müll getrennt und wiederverwendet werden kann. Dazu wollten wir praktische Beispiele und die handwerklichen Tätigkeiten der Schüler in den Vordergrund rücken. Die unterschiedlichen Ausbildungsberufe bildeten je eine Gruppe. Die Schreiner bekamen das Projekt aus einem Autoreifen einen Tisch zu produzieren. Die Frisöre widmeten sich dem Weichplastik und den Ecobricks die anschließend zu einem Hocker verbunden werden sollten. Das Elektrikerteam beschäftigte sich mit dem schneiden von Glasflaschen und fand schnell viele begeisterte Zuschauer. Ein einfaches Kompostsytem in einem Eimer für die Schule legten die Schneiderinnen an. Zusätzlich nähten sie einen Überzug für den Ecobrickhocker aus Zementsäcken.
Jede Gruppe präsentierte die eigenen Ergebnisse und so schloss sich für alle Schüler der Kreis des Mülltrennens. Fast alle gesammelten Materialien des clean-ups konnten wiederverwendet werden und mussten nicht verbrannt werden. Auch die eigenen Geschäftsideen begannen sich in den Köpfen der Schüler zu entwickeln. Alle waren neugierig und können sich vorstellen an unserem nächsten Workshop teilzunehmen. Viele konnten sich jetzt vorstellen, dass es hier Ansätze gibt für ihr eigenes Business oder dieses teilweise zu integrieren. Aufgrund der positiven Resonanz und Nachfrage beschlossen wir einen weiteren Workshop in der Berufsschule zu planen.